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Masterfoods Austria erreicht 400 Millionen Umsatz

Mit einem Wachstum von drei Prozent hat Masterfoods Austria im Vorjahr eine neue Umsatzschwelle erreicht: Der Jahresumsatz 2005 lag bei genau 400 Mio. Euro und damit etwas über dem angepeilten Ziel.

Am Inlandsmarkt erzielte das Unternehmen - trotz des Vormarschs der Diskonter und des aggressiven Preiskampfs im Lebensmittelhandel - ein leichtes Umsatzplus und konnte seine Marktführerschaft in allen drei Segmenten (Schokoriegel, Reis und Heimtiernahrung) erfolgreich behaupten. Der größere Teil des Zuwachses kam aus dem Export. Die Exportquote des Unternehmens, das eine Süßwarenfabrik in Breitenbrunn und eine Heimtiernahrungsfabrik in Bruck/Leitha betreibt, ist mit 58,1 Prozent (plus 1,1 Prozent) auf einen neuen Rekordwert gestiegen.

"Als österreichische Niederlassung eines Weltkonzerns, der ausschließlich Markenprodukte mit hohem Qualitätsanspruch erzeugt und vertreibt, haben wir eine doppelte Herausforderung zu bewältigen", erklärt Dr. Gottfried Gröbl, Generaldirektor von Masterfoods Austria. "Im Inland gilt es, in schrumpfenden Gesamtmärkten gegen Diskonter und Eigenmarken zu bestehen, weltweit müssen wir uns mit unserer heimischen Produktion im konzerninternen Wettbewerb durchsetzen. Dies schaffen wir im Wesentlichen mit zwei Instrumenten: am Markt mit Innovationen und intern mit kontinuierlichen Effizienzsteigerungen in allen Bereichen."

Als Pionier bei der Erschließung neuer Absatzkanäle betätigte sich Masterfoods im Vorjahr nach der (eingeschränkten) Freigabe des Süßwarenverkaufs in Trafiken durch die Tabakmonopolverwaltung: Hier wurde mit einem speziell konzipierten Display binnen weniger Monate eine Distribution in 1.600 Trafiken erreicht.

Im zweiten großen Bereich Heimtiernahrung konnte Masterfoods aufgrund starker Marken (unter anderem Sheba, Whiskas, Pedigree, Frolic) seine führende Position aufrechterhalten.

Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit werden seit jeher alle Möglichkeiten zur Effizienzverbesserung ausgeschöpft, um standortbedingte Kostennachteile wettzumachen. Im Zuge dieser Bemühungen erfolgte im vergangenen Jahr auch eine Neubewertung der Arbeitsplätze. Die dabei durchgeführten Gehaltsvergleiche mit anderen Unternehmen zeigten zum Teil Mehrkosten, die auch über das gewollt höhere Gehaltsniveau bei Masterfoods deutlich hinausgingen. Aufgrund der Erkenntnisse aus der Neubewertung, in die auch die Mitarbeiter selbst und der Betriebsrat eingebunden waren, wurden zahlreiche Positionen neu eingestuft - zum Teil mit niedrigeren Gehältern als bisher.

Die betreffenden Gehälter sollen nun über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren schrittweise auf das neue Schema herabgesetzt werden. Von den insgesamt 671 Mitarbeitern haben 37 der Reduktion nicht zugestimmt und wurden daher gekündigt. Gröbl: "Wir bedauern das Ausscheiden dieser Mitarbeiter sehr. Da wir aber sowohl am heimischen Markt, als auch international im Wettbewerb stehen, müssen wir bei den Kosten konkurrenzfähig bleiben, um auch weiterhin in die Erhaltung und den Ausbau unserer beiden Standorte investieren zu können. Wobei wir auch im neuen Schema nach wie vor besser zahlen als der Branchendurchschnitt." Die durch die Kündigungen frei werdenden Arbeitsplätze werden nachbesetzt.

Auch im Jahr 2006 erwartet das Unternehmen einen neuerlichen Umsatzzuwachs von zumindest drei Prozent. Dazu sollen auch rund neun Mio. Euro (nach ca. fünf Mio. im Vorjahr) in die Verbesserung und den Ausbau der Anlagen investiert werden. Am Markt ist sowohl die Einführung neuer Produkte, als auch - vor allem im Süßwarenbereich - eine Verbreiterung der Marktpräsenz geplant.

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