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Unternehmen unterschätzen Folgen der Rezession für das eigene Geschäft

Marktführer sind von der Krise weniger stark betroffen, stellen sich aber konsequenter auf den Abschwung ein

BCG-Analyse: Deutsche Unternehmen unterschätzen die langfristigen Krisenfolgen

Obwohl die meisten internationalen Konzerne eine lange und tiefgehende Rezession erwarten, unterschätzen sie die Auswirkungen für das eigene Geschäft. Sie laufen deshalb nach Analysen der Boston Consulting Group (BCG) Gefahr, nicht schnell genug mit geeigneten Maßnahmen gegenzusteuern.

Die BCG-Umfrage unter rund 450 Konzernen aus sieben großen Wirtschaftsnationen – darunter Deutschland und die USA – zeigt, dass die Mehrheit (62 %) der Unternehmen noch im März mit Wachstumserwartungen plante, die über der Januarprognose des Internationalen Währungsfonds lagen.

„Offenbar orientieren sich viele Unternehmen an der Entwicklung des eigenen Geschäfts in der Vergangenheit und vernachlässigen externe Prognosen“, analysiert BCG-Geschäftsführer Dr. Daniel Stelter die Ergebnisse. So haben Unternehmen, die 2008 noch ein moderates Umsatzwachstum verzeichneten, viermal so häufig einen Anstieg des nationalen BIP für 2009 vorausgesagt wie Konzerne mit letztjährigen Umsatzrückgängen. „Damit wiegen sie sich in trügerischer Sicherheit“, betont Dr. Stelter.

Deutsche Unternehmen optimistisch: Aufschwung bis Mitte 2010 erwartet

Mit einer wirtschaftlichen Erholung spätestens im ersten Halbjahr 2010 rechnen 58 Prozent der befragten deutschen Unternehmen. Lediglich die US-Amerikaner sind noch optimistischer (68 %), während in Spanien, Frankreich und Italien weniger als die Hälfte der Unternehmen vor dem zweiten Halbjahr 2010 eine Verbesserung erwarten. Eine konjunkturelle Erholung erst 2011 oder später sehen immerhin 26 Prozent der japanischen Unternehmen.

Das mag mit dem Vertrauen in die staatlichen Konjunkturpakete zusammenhängen: Jeweils rund zwei Drittel der Umfrageteilnehmer in Deutschland (69 %) und den USA (63 %) gehen von einer teilweisen oder deutlichen Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dank staatlicher Maßnahmen aus. Die Konjunkturimpulse ihrer Regierungen bewerten spanische (83 %) und japanische Unternehmen (71 %) dagegen kritisch.

Beim Thema Protektionismus unterscheidet sich die Einschätzung der Unternehmen deutlich. Nur rund 40 Prozent der Befragten in Deutschland und Japan rechnen mit verstärktem Protektionismus. Unternehmen aus Ländern mit langjährigen Handelsdefiziten wie die USA (71 %) oder Frankreich (72 %) erwarten dagegen mehrheitlich zunehmende Handelshemmnisse. BCG-Analysen zeigen, dass verstärkter Protektionismus die deutsche Fahrzeug- und Metallindustrie am meisten gefährden würde.

„Direkte und indirekte protektionistische Maßnahmen befürchten wir vor allem bei standardisierten Gütern und solchen mit erheblicher Bedeutung für den Arbeitsmarkt der Importländer“, sagt Stelter. „Aktuelle Beispiele sind die gestiegenen Importzölle für Stahl in Indien oder Argentinien und die Erhöhung der Einfuhrzölle auf Automobile in Russland.“

Die Mehrheit der Defizitländer erwartet zudem einen nachhaltig geringeren Welthandel auch nach der Rezession. So sehen 70 Prozent der französischen und 58 Prozent der US-Unternehmen die Gefahr eines bedeutsamen Rückgangs des Welthandels, während dies in Deutschland 51 Prozent und in Japan 41 Prozent für wahrscheinlich halten. Eine solche Entwicklung würde die exportabhängige deutsche Wirtschaft dauerhaft belasten.

Marktführer handeln konsequenter

In der Krise setzen die Unternehmen vor allem auf kurzfristig realisierbare Einsparungen bei laufenden Ausgaben und Personalkosten (47 %), gefolgt von Maßnahmen zur Sicherung der Umsätze, z. B. durch Rabatte und Incentives (41 %). Angesichts erschwerter Finanzierung bemühen sich die Unternehmen, die Mittelbindung im Umlaufvermögen zu verringern (33 %).

„Die meisten Unternehmen ergreifen die richtigen Maßnahmen, doch oftmals gehen diese nicht weit genug. Nur wer sein Unternehmen richtig wetterfest macht, kann auch die Chancen der Krise nutzen“, sagt BCG-Experte Stelter.

Branchenführer sind tendenziell weniger stark von der Krise betroffen, handeln aber trotzdem entschlossener als kleinere Konkurrenten: 58 Prozent der Marktführer verfolgen systematisch die Entwicklung der wirtschaftlichen Gesamtlage – aber nur ein Drittel (32 %) der Unternehmen im Marktschnitt.

Deshalb gehört zu den Erfolgsrezepten der Marktführer – neben der kontinuierlichen Beobachtung von Volkswirtschaft und Branchenindikatoren – eine quartalsweise Überprüfung von Budgets und Plänen.

Die BCG-Umfrage zeigt, dass nur eine Minderheit (17 %) der befragten Unternehmen Fusionen und Übernahmen oder den Verkauf von Unternehmensteilen plant. Hier agieren Branchenführer nachhaltiger: Sie steigen aus unrentablen Geschäftsfeldern aus und trennen sich von Vermögensteilen. Zugleich sind die Branchenführer konsequenter bei der Umsetzung von Krisenmaßnahmen. Im Vordergrund stehen dabei:

• Aktive Vorbereitung auf den Abschwung mit frühzeitigen Maßnahmen zur Reduktion von Betriebs- und Gemeinkosten
• Proaktive Sicherung des Cashflows durch Reduktion des Working Capital, Verlagerung von Investitionen und Schuldenrückzahlung
• Flexibilisierung von Fixkosten und Reduktion des Break-Even-Niveaus durch erneute Überprüfung von Outsourcing und Nutzung von Shared Services
• Deutliche Kosteneinsparungen durch verringerte Produktions- und Mitarbeiterkapazitäten

Obwohl die Mehrheit der Konzerne (55 %) erwartet, gestärkt aus der Krise hervorzugehen, kürzen 34 Prozent die F&E-Budgets. Hier agieren die Markführer langfristiger: Sie nutzen die Krise, um die Kostenbasis dauerhaft zu senken, aber gleichzeitig antizyklisch in Marketing und Innovation zu investieren.

Erfolgreiche Unternehmen meiden zudem pauschale Kürzungen und prüfen regelmäßiger, ob der Personal- oder Kapazitätsabbau von gezielten Investitionen oder Kapazitätsaufbau in anderen Geschäftsfeldern begleitet werden sollte.

BCG-Experten empfehlen allen Unternehmen, dem Beispiel der Marktführer zu folgen und sich realistischer als bisher auf die makroökonomische Situation einzustellen. „Gerade gesunde Unternehmen sollten verschiedene, auch. negativere Szenarien durchspielen, um sich darauf vorzubereiten“, so Dr. Stelter.

Methodik der Umfrage: An der BCG-Umfrage „Companies in the Downturn: Expectations, Actions and Preparedness“ im März 2009 nahmen 439 Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Großbritannien, den USA und Japan teil. Die Befragten repräsentieren 13 Industrien und einen Umsatz von jeweils mindestens einer Milliarde US-Dollar. Jedes fünfte befragte Unternehmen verzeichnet Umsätze von mehr als 20 Mrd. US-Dollar.

Dr. Daniel Stelter ist Senior Partner und Managing Director im Berliner Büro von BCG und weltweiter Leiter der BCG-Praxisgruppe „Corporate Development“. Er ist Co-Autor der BCG-Reihe „Collateral Damage“ zu den Folgen der Wirtschaftskrise.

 

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