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Artgerechte Haltung von Kleinsäugern mit Beratung des Zoofachhandels möglich

Unter dem Motto "Artgerechte Haltung von Kleinsäugern - alles kein Problem!?" fand vom 29. bis 30. Oktober in Künzell bei Fulda das 16. Symposium des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) statt.



Um die artgerechte Haltung von Heimtieren ging es beim ZZF-Symposium 2011


ZZF-Präsident Norbert Holthenrich begrüßte in seiner Einleitung über 100 Tierärzte, Zoofachhändler und weitere Branchenvertreter.

In einer Umfrage des Veranstalters bewerteten die Teilnehmer die Veranstaltung als gut (Note: 1,5) und lobten vor allem die Themenauswahl, die fachlich versierten Vorträge und die Möglichkeit des Austausches zwischen Tierärzten und Vertretern der Heimtierbranche.

Es nahmen zu rund 47 Prozent Zoofachhändler teil, 35 Prozent waren Tierärzte, 17 Prozent kamen aus dem Großhandel oder von Herstellern der Heimtierbranche.

Die Fachleute aus der Heimtierbranche und aus den mitveranstaltenden Verbänden Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT-AK8) und Bundesverband der beamteten Tierärzte (BbT) waren sich einig: Kleinsäuger wie Kaninchen, Hamster, Ratten oder Mäuse sind spannende Heimtiere. Wichtig sei für eine artgerechte Haltung die ausführliche Beratung des Tierhalters durch den Zoofachhandel.
 
Ralf Sistermann, Chefredakteur der Zeitschrift "Rodentia", empfahl, dass Kinder Kleinsäuger unter Aufsicht von Erwachsenen pflegen: "Kleinsäuger sind keine Kuscheltiere und sollten ihren Platz nicht im Kinderzimmer bekommen. Dadurch erhalten die Tiere eine ganz andere Wertigkeit und lassen sich von Erwachsenen und Kindern wunderbar beobachten", sagte er.

Damit sich die Nager wohl fühlen, müsse das Gehege die wesentlichen Elemente des naturnahen Lebensraums der Tiere nachahmen. In den letzten Jahren seien neue Kleintierarten auf den deutschen Markt gekommen, die als Heimtiere geeignet sind, beispielsweise die Shaw-Rennmaus. Ob diese Tiere bereits domestiziert sind, sei für ihre Eignung als Heimtier nicht entscheidend, sondern ob Tierhalter ihre Bedürfnisse erfüllen können.

Helen Louton, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Tierschutz, Verhaltenskunde, Tierhygiene und Tierhaltung der LMU München, widmete sich in ihrem Vortrag dem Verhalten von Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten und Mäusen. Sie erinnerte daran, dass die meisten Kleinsäuger äußerst soziale Tiere seien und deshalb nur in Gruppen gehalten werden sollten.

Sie empfahl als Gruppenzusammensetzung zum Beispiel Geschwister oder Exemplare, die sich in Charakter und Alter ähneln. Ein Handling, bei der die Tiere bereits eine Woche nach der Geburt an die Hand des Menschen gewöhnt werden, trage dazu bei, dass die Tiere in der Regel nach Eintritt der Geschlechtsreife zahmer und verträglicher seien. Hier erhalten Zoofachleute die Chance, sich als kompetente Tier-Fachkräfte zu profilieren.

Amtstierärztin Dr. Sandra Schönreiter stellte die rechtlichen Grundlagen unter anderem zur Kastration von Kleinsäugern vor. Im Vordergrund stehe dabei immer der Tierschutz, betonte sie.

"Damit sozial lebende Tiere friedlich und gesund mit Artgenossen leben können, kann es notwendig sein, die Männchen zu kastrieren", sagte die Fachtierärztin für Ethologie. Die praktische Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies stellte für den chirurgischen Eingriff bei männlichen Tieren den Grundsatz auf: "So spät wie möglich, so früh wie nötig."

Mit Kleinsäugern als Futtertiere befassten sich Dr. Petra Kölle und Dr. Ines Bolle. Dr. Petra Kölle, Fachtierärztin an der medizinischen Kleintierklinik der LMU München, wies darauf hin, dass für die Haltung von Futtertieren dieselben Bedingungen wie für Versuchstiere gelten.

Der Zoofachhandel trägt die Verantwortung, sie ebenso sorgfältig zu pflegen wie Tiere, die als Heimtiere vermittelt werden.

Dr. Ines Bolle, Leiterin der Zentralen Versuchstierhaltung der LMU München, forderte einen Sachkundenachweis zum fachgerechten Töten vor der Verfütterung an Reptilien.

Die praktische Tierärztin Anke Beuch-Ahrend stellte in ihrem Vortrag ungeeignetes Zubehör für die Haltung von Kleintieren vor. Kunststoffkäfige seien ungeeignet, da die Tiere das Plastik annagen und sich an den Splittern verletzen könnten.

Schlimmstenfalls könnten die Tiere dabei sogar sterben. Es sei Aufgabe des Zoofachhandels, die Kunden dahingehend zu beraten und das Sortiment entsprechend zusammenzustellen.

 

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