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Lieblingsfisch der Deutschen feiert Jubiläum

Vor 150 Jahren erhielt der Guppy seinen Namen poecilia reticulata

Der Guppy, einer der beliebtesten Süßwasserfische in den über zwei Millionen Aquarien in Deutschland, feiert Jubiläum: Vor 150 Jahren wurde der noch heute gültige wissenschaftliche Name des quirligen Fischs erstmals veröffentlicht.

Der deutsche Apotheker Julius Gollmer hatte dem zoologischen Museum der königlichen Akademie der Wissenschaften in Berlin einige Exemplare aus Caracas mitgebracht, die Wilhelm Peters im Juni 1859 als poecilia reticulata beschrieb.

Zu seinem Populärnamen Guppy kam der drei bis fünf Centimeter kleine Kerl jedoch erst 1866: Der damalige Leiter des Britischen Museums glaubte fälschlicherweise, Robert Guppy hätte in Trinidad eine neue Zierfischart gefunden, die er nach dessen Nachnamen benannte. In Wirklichkeit handelte es sich bei dem Fund ebenfalls um poecilia reticulata. Doch der umgangssprachliche Name Guppy wurde seitdem beibehalten.

Die ersten lebenden Guppies erreichten Deutschland 1908 und konnten bald erfolgreich nachgezüchtet werden. Daher stammt auch sein dritter Name: "Guppies werden 'Millionenfische' genannt, weil sie sich bei guten Bedingungen sehr schnell und in großer Zahl vermehren", erläutert Klaus Oechsner, Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF).

In kurzer Zeit konnten Guppies aus dem südlichen Mittelamerika in vielen Farben, Formen und Größen nachgezüchtet werden: "Das sind richtige Mutationskünstler", schwärmt Oechsner. Beliebt seien die hübschen Fische auch, weil sie lebende Nachkommen gebären: "Dieses Naturschauspiel fasziniert vor allem Familien mit Kindern."

Guppys leben gerne in Gesellschaft, mit der eigenen Art oder auch mit Platys oder Schwertträgern. Sie sind Allesfresser und fühlen sich in einem mindestens 60 Centimeter großen Aquarium wohl. Wenn auf artgerechte Bedingungen geachtet wird, können Guppys auch gut von Aquaristik-Einsteigern gehalten werden: "Mit beispielsweise zwei Männchen und vier Weibchen können Guppyfreunde starten.

Doch bevor die Fische ins Wasser dürfen, muss das Becken zwölf bis vierzehn Tage lang vollständig eingerichtet und bepflanzt sein. Nur so kann sich im Wasser ein biologisches Gleichgewicht einstellen", warnt Klaus Oechsner. Bei Zukauf sollten die Guppies möglichst immer vom gleichen Fachhändler bezogen werden, um keine fremden Keime ins Aquarium zu bringen.

Bei einem nicht so stark besetzten Becken müsse alle 14 Tage ein Drittel des Wassers ausgetauscht werden, bei mittelstarker Besetzung die Hälfte und bei stark besetzten Becken sei es notwendig, das Wasser jede Woche zu wechseln. Im Zoofachhandel erhalten Guppyhalter Informationen zu den richtigen Beleuchtungseinrichtungen, Filtern und Regelheizern.

www.zzf.de

 

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